Genitalmassage

deep in touch


Unser Körper besitzt die Fähigkeit Informationen zu speichern. Angenehme Erfahrungen wirken sich über diese Speicher als Vertrauen spendende Grundlage zukünftiger Entwicklung aus.

Genitalmassage

Die Genitalmassage bildet den zeitlichen Abschluss einer Tantramassage. Nachdem der Körper in einer sanften und sinnlichen Weise auf intime Berührungen vorbereitet und eingestimmt wurde, findet das Tantramassageritual nunmehr bei einer Yoni- oder Lingam-Massage seinen energetischen Höhepunkt. Fachkundig und sehr achtsam wird der Intimbereich massiert; dies ist eine Besonderheit, die Bestandteil keiner anderen mir bekannten Massage ist. Das Einbeziehen des Intimbereichs macht die Tantramassage zu einer wirklich ganzheitlichen Erfahrung und echten Ganzkörpermassage.
Die ersten im Westen bekannt gewordenen ganzheitlich wirksamen Genital-Massagen wurden von Annie Sprinkle und Joseph Kramer konzipiert.

Verschiedene Modifikationen und Weiterentwicklungen ergaben sich im Verlauf praktischer Erfahrungen ganz von selbst. Gleichsam bin ich darum bemüht, mein Wissen über Nadis (Energiebahnen) und Marmas, (Energiepunkte) immer mehr in diese Massage einfließen zu lassen, um auch im Intimbereich einen befreiten Pranafluss (Prana=Lebensenergie) anzuregen.

Nach unseren Erkenntnissen wirkt sich ein freies Fließen im gesamten Körper, also auch im Intimbereich, ganzheitlich auf die Lebendigkeit, Kreativität und Offenheit des Menschen aus.

Die Genitalmassage besteht deshalb aus einer Kombination von naturwissenschaftlich fundiertem Wissen über die funktionellen Abläufe bei sexueller Erregung und bei Orgasmen, dem Wissen über die Nadis (Energiebahnen) und Marmas (Energiepunkte), sowie über die Reflexzonen im Intimbereich und einer situationsbedingten intuitiven Spontaneität.


Reflexzonen, Energiebahnen (Nadis) und Energiepunkte (Marmas)

Ähnlich wie bei den Füßen, Händen und Ohren, gibt es auch in den Lustorganen eine Reflexologie. Dies bedeutet, dass die Reflexzonen der Lustorgane mit den entsprechenden Körperorganen bzw. Energiezentren, den Drüsen und sogar mit den Informationsebenen unseres Körpergefüges korrespondieren.

Bei einer Massage des Lingam bedeutet dies, dass die stimulierenden Massagegriffe an der Lingamwurzel beispielsweise energetisch das Becken mit allen darin befindlichen Organen, sowie das Kreuzbein und das untere Ende der Wirbelsäule, die Füße und die Hüftgelenke erreichen. Die Zone für den Herzbereich, befindet sich unter dem Eichelrand. Hier korrespondiert eine Berührung auch z.B. mit der Atmung oder den Armen und Händen. Auf der Kuppe der Eichel befindet sich der Reflexpunkt für den Scheitelbereich und die Verbindung zu der sich über uns befindlichen Weite des Himmels.

In der Yoni verlaufen die Reflexzonen in gleicher Weise, jedoch quasi nach innen gestülpt.

Befindet sich der erigierte Lingam (sanskrit: auch Vajra) in der Yoni, so liegen die Reflexzonen beider Lustorgane direkt übereinander, stimulieren sich gegenseitig und können so auch eine gleichzeitige extatische Erweiterung in die Unendlichkeit des Universums beim Orgasmus hervorrufen. Eine gemeinsame Verschmelzung mit dem Ursprung. So gehen das feminine und das maskuline Wesen gemeinsam wieder in ihre Ureinheit, aus der sie sich einst lösten und trennten, zurück.
Ähnlich verhält es sich mit den Nadis. Die Genitalien sind, ebenso wie unser gesamter Körper, von Nadis durchzogen. Nadis sind grob- oder feinstoffliche Bahnen, durch die Bewegung (vornehmlich Energie) in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen fließt. Grobstoffliche Nadis sind bspw. unsere Adern, der Darm, die Nerven bzw. im Intimbereich die Harnröhre, die Eileiter oder die Samenleiter. Und ebenso ist unser gesamter Körper von feinen, materiell nicht mehr auszumachenden Bahnen, mit nicht minder wichtigen Funktionen durchzogen.

An vielen Nadis befinden sich besonders empfindsame, sehr verletzliche Punkte, die Marmas.

Durch das Ausmassieren der Nadis, wird ein befreiter Energiefluss unterstützt, oder wieder hergestellt, eine bessere Versorgung mit Lebensenergie, als Voraussetzung für das gesunde Funktionieren aller Körper (Hüllen) des menschlichen Energiesystems, wird angeregt. Genau dies geschieht beispielsweise auch bei einer Kalari Ayurveda Massage, die sich auf den gesamten Körper (hier aber nicht auf den Genitalbereich) bezieht.

Ansammlungen und Verhärtungen, die sich oft an den Marmapunkten bilden und dann einen Energiestau zur Folge haben, können mit Hilfe dieser Massagen sanft aufgelöst werden. Auch hier gibt es eine Rückkopplung auf den Körper, da die Nadis des Menschen (insgesamt 72.000) alle miteinander verwoben sind.

Mit diesen Kenntnissen lässt sich leicht verstehen, dass über die Genitalmassage der ganze Körper in all seinen Funktionen energetisch erreicht und das gesamte System funktionell angeregt wird.

Auswirkungen auf Körper und Psyche

Unser Körper besitzt die Fähigkeit, Informationen zu speichern. Angenehme Erfahrungen wirken sich über diese Speicher als Vertrauen spendende Grundlage zukünftiger Entwicklung aus.

Aber auch unangenehme Erlebnisse werden eingelagert und mahnen uns künftig zu einem bestimmtem Verhalten, dass der neuen Situation meist gar nicht mehr entspricht.

Diese Traumata manifestieren sich bei Männern wie Frauen im Beckenboden und in den Genitalien. Sie sind besonders in den Lustorganen, bei Frauen vor allem in der Vagina, bei Männern besonders im Analbereich als Veränderungen durch Ablagerungen, Unregelmäßigkeiten und Verhärtungen spürbar. Trauer, Angst, Empörung oder Scham aus den Erfahrungen ganzer Generationen, oder übernommene Erziehungsmuster innerhalb von Familien, haben in unseren intimsten Gefilden ihre Spuren hinterlassen.

Bei einer genitalen Heilmassage erreichen wir Zugang zu diesen Manifestationen.

Besonders Frauen erleben dies nicht immer sofort als lustvoll. Gefühle können aufsteigen, die nicht einmal mehr zuzuordnen sind. Alles kann geschehen, von Trauer über Wut bis zum reinen Entzücken oder auch einfach gar nichts, eine innere Teilnahmslosigkeit. All dies ist ein folgerichtiges und vollkommen stimmiges Geschehen während einer Genitalmassage.

Da der Körper durch die vorangegangene Massage bereits sinnlich berührt wurde, sind die Gewebe durch den entstandenen Energiefluss im Genitalbereich entsprechend vorbereitet. Du bist weicher, offener und empfindsamer. In diesem Zustand werden die genitalen Manifestationen vergangener Ereignisse leichter erreicht und können nun mit einer Genitalmassage sanft ausmassiert werden.

Selbst wenn eine Yonimassage anfangs an Ängste und Trauer heranführt, so erfolgt auch eine Befreiung daraus und die Gefühle wandeln sich in Lust, Leichtigkeit und Freude. Lust auf Berührungen, auf Selbstausdruck und Nähe, ist die stärkste treibende Kraft intimer Begegnungen- frei von Angst. Sich von Angst zu befreien, erfordert den Mut, sich ihr zu stellen.

Im Zuge des Wachstums einer neuen Lebenskultur, die mehr von einer wahrhaftigen und sinnerfüllten Sexualität und Lebendigkeit geprägt ist, wird heute die Lust, die Lebenslust, wieder mehr gewürdigt, eingeladen und gefeiert. Sie ist willkommen als die Kraft, die uns zu kreativer Höchstform, geistig-seelischer Gesundheit und zu einem gesteigerten Energieniveau verhilft. Sie wirkt in höchstem Maße herzöffnend! Und wir feiern sie, indem wir sie zulassen.

Lebensenergie

Durch diese Massage kann eine starke Energie mobilisiert werden. Unsere Lebensenergie drückt sich unterhalb der Herzebene als sexuelle Energie und Tatendrang aus. Auf der Herzebene selbst bis zum Kehlbereich ist es Liebe, Mitgefühl und existenzielle Freude. Vom Hals aufstrebend findet sie als geistige Klarheit ihren Ausdruck. Das zeigt sich z.B. in Intuition oder Visionen. Sie kann hier auch zu Bewusstseinserweiterungen und der Erfahrung des Eins-Seins führen.

Mit einem inneren und spirituellen Wachstum des Menschen entfaltet sich die Lebensenergie ganz natürlich und von selbst und greift in das Leben ein. So wirkt sie unterstützend und förderlich, sie wärmt und nährt und bewirkt eine gesunde Entwicklung und Reifung.

Nichts wird forciert, es darf geschehen.

Tantramassagerituale, und im besonderen die Genitalmassage, sind gut geeignet, um das Niveau der Lebensenergie anzuheben. In einem orgiastischen Stadium bleiben die Gefühle dann nicht mehr auf den Genitalbereich begrenzt, sie zirkulieren durch den gesamten Körper, das gesamte Wesen. Dies wirkt sich öffnend auf alle Energiebereiche aus und stärkt die 3 Hauptschöpfungszentren: den Sexus im Unterleib/Keimdrüsen, das Herz im Brust-Herzraum/Thymusdrüse und den Spirit im Kopf/Zirbeldrüse.

Ching, Chi und Shen sind Lebensenergie, sie heißt auf Sanskrit Prana, auf japanisch Reiki, aber auch Mana, Bioplasma, Ka, Pneuma, Wakonda, Oki, Elan vital, Orgon oder Lebensflüssigkeit. In allen Sprachen der Welt gibt es Worte für diese hohe heilige Kraft der 5. Dimension, die uns jetzt mehr und mehr zu eigen wird und unsere Leben speist. Sie ist der Zustand des natürlichen Wohlbefindens und der Lebensfreude, ein Erinnern, wer Du in Wahrheit bist.

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